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Zunächst sollte ich vielleicht erzählen, daß ich nicht
unbedingt ein Autofan bin. Einen Golf wollte ich noch nie fahren...
Daher war ich auch zunächst etwas skeptisch als ich die große Eingangshalle
der Autostadt betrat.
"Mhm, sieht ja aus, wie auf der Expo!" war mein erster
Gedanke. "aber zum Glück nicht so voll."
Meine erste Station ist das Konzernforum. Hier werden
die Werte des Volkswagen Konzerns: Qualität, Sicherheit, soziale
Kompetenz und Umwelt mit verschiedenen Medien dargestellt. Anschaulich
und zum größten Teil interaktiv wird der Besucher informiert und
unterhalten. Es gibt Simulatoren, Computerspiele und kurze Kinovorführungen
in einem 360° Kino.
Nun geht es zum Zeithaus. Hier wird die Geschichte
des Automobils erzählt. Nebenbei gibt es viele alte Autos zu sehen,
übrigens nicht nur Volkswagen! Ich habe nicht schlecht gestaunt,
als ich einen alten Toyota Corolla entdeckte... Aber der einmillionste
Volkswagen ist wirklich ein Traum. Golden und mit tausenden von
Glitzersteinen besetzt lief 1955 dieser Käfer vom Band.
Meine Pause verbringe ich im Park der Autostadt. Da diese ja am
Rand des Mittellandkanals liegt, ist es nicht verwunderlich, daß
ein bißchen Wasser zur Parkanlage umgeleitet wurde. So kann der
Besucher seine Beine ins Wasser halten und die in der Hügellandschaft
integrierten Pavillons betrachten. Aber keine Angst, Blasen wie
auf der Expo braucht man sich nicht zu laufen. Die Stadt wirkt durch
die geschickte Landschaftsgestaltung größer als sie ist.
Die folgenden Pavillons sind den verschiedenen Marken des Volkswagen
Konzerns gewidmet. Audi, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen
Nutzfahrzeuge, sowie die Nobelmarken Lamborghini und Bentley zeigen
ihre Entstehungsgeschichte und Philosophie der Marke. Sicherlich
soll die Autostadt auch ein Werbemittel sein, aber man findet nur
wenige Ausstellungswagen. Der Besucher wird ähnlich wie im Konzern
Forum unterhalten und ich hatte echt Spaß. Alles verraten möchte
ich aber nicht...
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Fast hätte ich das Herzstück der Autostadt, die Autotürme vergessen.
Die künftigen Besitzer eines neuen Volkswagen können sich hier persönlich
Ihr Auto abholen. Wie Matchbox-Autos stehen die Beetles, Passats,
Boras und alle Anderen in den 48 m hohen Autotürmen zur Abholung
bereit. Es passen ca. 400 Autos in jeden Turm und es sollen noch
zwei weitere gebaut werden. Wirklich einzigartig!
Die Besucher haben werktags die Möglichkeit das Volkswagenwerk
zu besichtigen. Vom Gelände der Autostadt startet ein Shuttle-Bus
und bringt die Gruppe zum Werk. Diese Gelegenheit sollte man sich
nicht entgehen lassen.
Den Autofahrern bietet die Autostadt ein Sicherheits- und Spartraining
an. Die Fahrzeuge werden zur Verfügung gestellt. Das Sicherheitstraining
dauert ca. 1 Std. und beinhaltet eine theoretische Einführung, sowie
die praktischen Übungen auf dem Parcour. Mit Hilfe einer Videokamera
werden dann die getesteten Extremsituationen analysiert. Das Spartraining
dauert circa ½ Stunde. Der Teilnehmer soll seinen normalen Fahrstil
fahren, dabei gibt der Trainer Tips zum ökonomischen Fahren, die
dann umgesetzt werden sollen. Letztendlich kommt es zum Vergleich
beider Fahrten bei gleicher Kilometerleistung und Fahrzeit. Beide
Trainings kann man auch Lastminute vor Ort buchen.
Zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr hat sich Volkswagen für
die kleinsten Verkehrsteilnehmer etwas besonderes ausgedacht. Das
Angebot richtet sich zum einen an Schulen und Kindergärten, zum
anderen an die Besucherkinder. Es gibt Workshops (Anmeldung erforderlich)
und einen LernPark. In der Kinderverkehrschule werden sowohl theoretische
Kenntnisse vermittelt als auch praktische Erfahrungen mit dem Fahrrad
oder einem kleinen, elektrisch angetriebenen Beetle gemacht. Die
Teilnahme ist kostenlos!
Insgesamt bietet die Autostadt wirklich eine Erlebnistour für die
ganze Familie. Nehmt ruhig vom Opa bis zum Kindergartenkind alle
mit. Die Autostadt lebt, wenn Ihr mitmacht. Täglich tun dies ca.
3.500 Menschen auf dem 25 Hektar großem Gelände der Autostadt. Wenn
das kein Erfolg ist.
Mir ist besonders aufgefallen, wie freundlich und zuvorkommend
die Mitarbeiter sind. Nicht selten ergibt sich ein Gespräch und
man bekommt zum Beispiel den "Vertreterkoffer" der Marke Bugatti
zu sehen.
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