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Der Weg nach Jasper
Mit einem Großraumtaxi und einem kundigen Fahrer machen wir
uns auf die fünfstündige Fahrt nach Jasper. Entlang des
Highways sah man nur dichte Wälder, einige Seen -eine kaum
besiedelte Gegend. Nicht verwunderlich wenn man bedenkt, dass Kanada
für seine 30 Mio. Einwohner die eineinhalbfache Fläche
der USA zur Verfügung stehen. Je höher uns der Weg führt,
desto weniger Autos kommen uns entgegen. An den Berghängen
sieht man gefrorene Wasserfälle und viele kleinere Gletscher.
Besonders hervorzuheben sind der Althabaskar Glacier und das Columbia
Icefield. Mit Glück sieht man wilde Tiere im Vorbeifahren.
Unser Fahrer erspähte mit geübtem Blick auf einem zugefrorenen
Flussbett eine Elchkuh (moose) und hielt den Wagen für uns
an.

Jasper ist, wie die meisten von der Canadian Railways geplanten
Touristenorte, schachbrettartig aufgebaut. Wir empfanden diesen
Ort nicht als besonders anziehend. Wenn man die Möglichkeit
hat, sollte man sich in die Jasper Fairmont Park Lodge einquartieren.
Etwas außerhalb direkt an einem See gelegen, hat man die herrlich
unberührte Natur direkt vor der Haustür. Man hört
die Wölfe und Coyoten heulen und mit Glück sieht man eine
Coyotenfamilie über den zugefrorenen See laufen. Wir konnten
unseren Augen kaum trauen...
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Häufiger sieht man die Wapiti (Mix zwischen Elch und Reh)
am Waldrand stehen. Allerdings sollte man sich nicht zu mutig heranwagen,
sie sollen sehr angriffslustig sein.
Sehr zu empfehlen ist eine Canyon-Wanderung im Maligne River. Mit
Spikes und wasserdichten Bergstiefeln ausgerüstet macht man
sich auf den Weg durch die enge Schlucht und ist fasziniert von
den vielen gefrorenen Wasserfällen und den ausgespülten
Canyonfelsen. Ein Guide sollte auf jeden Fall gebucht werden. Er
hat das nötige Equipment, denn mit Turnschuhen kommt man den
glatten Eisboden nicht hinauf, und checkt das Eis auf eventuelle
Einbruchstellen.
Bahnfahrt mit dem „Canadian“ durch die Rocky Mountains
gen Westen
Eine angenehme Art zu Reisen ist die Fahrt mit der Bahn. Um von
der Provinz Alberta nach British Columbia zu kommen, empfiehlt sich
der „Canadian“ mit seinen Panoramawagons. Beeindruckende
Landschaften ziehen vorbei, während man beispielsweise im Speisewagen
ein üppiges Frühstück serviert bekommt oder ein Drei-Gänge-Menü
verspeist.
Endstation ist der Hauptbahnhof Vancouver. Von hieraus gelangt
man am Besten mit einem der Greyhoundbusse nach Whistler. Die Fahrt
dauert ca. 2 Stunden.
Zum Anfang: Kanada ein Wintermärchen
Zu Teil 1: Banff
Zu Teil 2: Banff - Norquay
Zu Teil 3: Sunshine Village
Zu Teil 4: Lake Louise
Zu Teil 5: Jasper
Zu Teil 6: Whistler
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