Die Story
Jedermann ist eine erfolgreicher Hamburger Kaufmann,
der sich ganz seinem Geschäft verschrieben hat und daher für die
Speicherstadt auch seine Seele an den Teufel verkauft. Doch schneller
als er denkt, ruft der Tod nach ihm und es wird Jedermann bewußt,
was ihm so viel bedeutet hat und wem er so viel bedeutet hat und
was davon bleibt.
Das Stück ist erfrischend neumodisch. Es ist nicht
penetrant neumodisch, wie es einige Inszenierungen leider übertriebenermaßen
sind. Aktuelle Geschehnisse werden in das Stück eingebaut. Und die
Beduetung der Diskussionen über Stadtentwicklung und Geschäftsleben
sind brandaktuell. Die Kulisse ist großartig und die Schauspieler
(Rolf Becker, Erik Schäffler , Wolfgang Hartmann) gut.
In diesem Jahr ist der Jedermann schon vorbei, aber
nächstes Jahr kommt er bestimmt wieder. Er läuft in den
Sommermonaten jeden Samstag und Sonntag.
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Der Aufführungsort
Und dennoch würden wir das Stück nicht in jedem Fall
empfehlen. Leider hat der Standort auch seine Macken. Ist es doch
ein Freilichttheater, so nimmt man ein wenig Regen wohl in Kauf,
aber die Hafenrundfahrtsschiffe, die mit lauttönendem Lautsprecher
die Fleete entlangfahren müssen nicht sein.
Außerdem sind die Sitzplätze nicht nummeriert, was
es absolut notwendig macht, schon zum Einlaß dort zu sein. Die dritte
Preisklasse kann man vergessen, sieht man doch von hier aus nichts
(Eine Lautsprecheranlage würde dem ganzen auch gut tun.)Leider sitzt
man nicht vor der Bühne, sondern seitlich.
Aber "Der Hamburger Jedermann" ist eine Abwechselung
und vielleicht hat der eine oder andere von Euch mehr Glück mit
den Sitznachbarn und muß nicht ständig Zigarettenrauch inhalieren.
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