Theater

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Eines langen Tages Reise in die Nacht

Von Eugene O’Neill
Ernst-Deutsch-Theater vom 16.1. bis 22.2.2003

Das Ernst-Deutsch Theater versucht sich an der Tragödie die Eugene O’Neills eigene Lebensgeschichte zeigt. Wolf-Dietrich Spengler führt die Regie in dieser Geschichte, die so gar nicht komisch ist und uns stark vor Augen führt, wie in einer Familie die Schwächen und Sorgen des einen sich in den Schwächen und Sorgen des anderen wieder finden.

James, Marie, Jamie, Edmund geht es gut. Der Vater und Schauspieler James Tyron ist erfolgreich und der größte Landbesitzer der Gegend. Jamie und Edmund sind die ausgewachsenen Jungs, die auf Kosten des Vaters leben. Die Ehefrau und Mutter Marie hat eine Köchin und Haushälterin. Soweit der Schein.

Dennoch hat jeder der vier so seine ganz eigenen und auch Probleme mit der Familie. James, der Vater, ist aufgrund seiner ärmlichen Jugend vom Geiz besessen und tyrannisiert seine Familie damit. Er ist ein Trinker, der nicht von waghalsigen Landkäufen lassen kann.

 

Sein älterer Sohn James, genannt Jamie, tut es seinem Vater nach, aber nur in Hinsicht des Trinkertums. Ein erfolgreicher Schauspieler ist aus ihm nicht geworden und er ist verbittert. Der kleine Bruder Edward hingegen ist kränklich und wird von einem echten Quacksalber behandelt. Er hat die Schwindsucht, doch in der Famile geht man davon aus, dass es eine leichte Sommergrippe sei. Schlußendlich ist da noch die Mutter Marie, die sich nie gewünscht hat in das spärliche Haus der Familie zu ziehen, die nie ihrem Mann auf seinen vielen Reisen begleiten wollte und die schließlich morphiumabhängig wird.

http://www.ernst-deutsch-theater.de/

Fazit:

Das Ernst-Deutsch inszeniert das Stück und es regt zum Nachdenken an. Amüsieren und Unterhalten tut es kaum, was es aber auch nicht soll. Die Schauspieler bringen die Rollen mit viel Überzeugung und Können zum Leben.

Bewertung:

Sicher nichts für den entspannenden Abend, aber kulturell wertvoll.