Theater

Nora

Von Henrik Ibsen
Laufzeit: siehe Spielplan: http://www.thalia-theater.de

Weihnachtsstimmung

Es ist Winter und kurz vor Weihnachten. Familie Helmer hat soeben das neue Haus bezogen. Der Ehemann Torvald Helmer wird in Kürze eine neue Stellung als Bankdirektor antreten. Seine lebenslustige Frau Nora ist glücklich über diesen Karrieresprung und freut sich, dass die finanzielle Zukunft der Familie abgesichert ist. Doch ein Geheimnis verbirgt die junge, attraktive Ehefrau vor ihrem Mann. Als dieser schwer erkrankt eine Klimaveränderung benötigte, nahm sie ohne sein Wissen ein Darlehen auf, mit welchem sie den Genesungsaufenthalt in Italien finanzierte. Damit rettete sie sein Leben.


Jahre sind nun vergangen und die Lüge droht aufzufliegen. Es stellt sich heraus, dass die junge Frau in ihrer Not und Liebe zu Ihrem Mann eine Unterschrift auf dem Schuldschein fälschte. Der Kreditgeber, eine gewisser Herr Krogstadt und Angestellter ihres Mannes, will sein Wissen darüber nun nutzen. Seine Existenz ist durch den neuen Chef bedroht – die Kündigung steht in Aussicht. Krogstadt selbst hat eine dunkle Vergangenheit und wird der Betruges beschuldigt. Nora gerät zunehmend unter Druck – soll sie Ihr Geheimnis verraten? Wie wird der so überaus korrekte Ehemann reagieren? Kommt es zum Skandal, zum gesellschaftlichen Aus? Vielleicht kann die Jugendfreundin Christina Linde helfen? Sie hatte ein Verhältnis mit dem dubiosen Herrn Krogstadt. Geschieht das solange erhoffte Wunder?

Fazit:

Eine faszinierendes Beziehungsschauspiel über Lüge, Vertrauen und das Erwachsenwerden von Erwachsenen. Wunderbar in eine aktuelle Inszenierung umgesetzt, wenn man bedenkt, dass der norwegische Autor Henrik Ibsen dieses Schauspiel über den Rollenkonflikt zwischen Mann und Frau und Emanzipation bereits im Jahr 1879 schrieb.

Großes Lob an die hervorragenden Schauspieler!