Theater

Lulu

Frank Wedekind
Thalia Theater
Regie: Michael Thalheimer

Zeitgleich mit der Berliner Schauspielbühne inszenierte Michael Thalheimer im Thalia Theater in Hamburg Lulu von Frank Wedekind. So messen sich Fritzi Haberland und Anne Tismer, das Thalia und die Schauspielbühne und alle mit der Inszenierung von Peter Zadek im Hamburger Schauspielhaus anno 1988. Damals spielte Susanne Lothar die Lulu.

Lulu wird von den Männern verehrt. Auf eine sonderbare Art und Weise begehrt und verachtet. Alle Männer sind ihr verfallen bis in den Tod. Es zeigt sich das Verachtenswerte am Menschen, die Begierde und die Lust auf ihre kalte und schreckliche Weise.

Dies alles stellt Fritzi Haberland als Lulu sehr überzeugend dar. Im kargen Bühnenbild, oder dem fehlenden Bühnenbild um genauer zu sein, schaffen es die Darsteller es nicht nur nachdenklich zu stimmen, sondern auch noch zu unterhalten.

Der Raum, den die Schauspieler haben und die Luft die Lulu bleibt um zu atmen wird im Verlaufe des Stückes immer enger, die weisse Leinwand, die einzige Begrenzung auf der Bühne des Thalias wandert immer weiter nach vorne.

Mit Musik und einer guten schauspielerischen Leistung schafft es das Ensemble, den Abend kurzweilig zu gestalten. Thalmeier gelingt es, dass Thema in 1 Stunde und 50 Minuten zu bringen, was dem Unterhaltungswert entgegen kommt.

Dennoch bleibt Lulu Lulu. In knappem Kleid und mit fliederfarbenen Kniestrümpfen proviziert sie und regt zum Denken an.

http://www.thalia-theater.de

Fazit:

Sehenswerte Inszenierung, weil kurzweilig und interessant. Dennoch sicher nichts für jeden Geschmack.